Elektronische Schaltungen müssen vor elektromagnetischen Störgrößen geschützt werden. Ebenso dürfen die Schaltungen selbst keine Störungen emittieren. Zur Einhaltung der EMV-Normen muss sich der Schutz über vier Ebenen erstrecken: die Bauteil-, Leiterplatten- und die System-Ebene sowie das übergeordnete System.
Bild 1: Schema eines drahtlos kommunizierenden Smart Meters.
(Bild: TI)
Die schiere Menge der heutzutage in Gebrauch befindlichen elektronischen Geräte hat zusammen mit deren fortlaufender Miniaturisierung zur Folge, dass elektromagnetische Störungen (Electromagnetic Interference, EMI) für Schaltungsentwickler ein beträchtliches Problem darstellen. Schaltungen für Kommunikations-, Rechen- und Automatisierungsanwendungen müssen in unmittelbarer Nähe zueinander funktionieren [1], und überdies müssen die Produkte die staatlichen Vorschriften zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) erfüllen. In nahezu jedem Land gibt es EMV-Regelwerke für elektronische Produkte, die innerhalb seiner Grenzen in den Markt gebracht oder verkauft werden.
In den USA reguliert die Federal Communications Commission (FCC) sämtliche kommerziellen, d. h. nichtmilitärischen Quellen elektromagnetischer Strahlung [2] und definiert die Prüfprozeduren für abgestrahlte und leitungsgeführte elektromagnetische Störgrößen in Normen wie der C63.4 [3] des American National Standards Institute (ANSI).
Die Länder der Europäischen Union (EU) regulieren sowohl die elektromagnetischen Störaussendungen als auch die Störbeständigkeit elektronischer Geräte. Die EMV-Richtlinie der EU [4] besagt im Prinzip, dass Geräte die harmonisierten EMV-Normen erfüllen müssen und entsprechend zu prüfen und zu kennzeichnen sind.
Es gibt eine große Zahl von EMV-Normen für unterschiedliche Arten von Geräten. Die 61000-Normen der International Electrotechnical Commission (IEC) zum Beispiel decken die Störbeständigkeits-Anforderungen der meisten kommerziellen Produkte ab, während die Norm CISPR 32 (Comité International Spécial des Perturbations Radioélectriques) Grenzwerte für leitungsgeführte und abgestrahlte Störgrößen spezifiziert [5].
In Tabelle 1 sind die Normen von CISPR, EU und FCC für die einzelnen Produktsektoren aufgeführt. Viele weitere Länder außerhalb der USA und der EU verlangen entweder die Einhaltung der EMV-Vorschriften von FCC oder EU oder haben eigene Anforderungen spezifiziert. Häufig ähneln die außerhalb der USA und Europas geltenden Regelwerke jedoch den entsprechenden FCC- und EU-Richtlinien [6].
Noch deutlicher wird die Notwendigkeit eines niedrigen EMI-Niveaus bei der Betrachtung bestimmter Gerätetypen. Intelligente Stromzähler (Smart Meter) etwa sind eine entscheidende Komponente für die Verteilung elektrischer Energie in der Zukunft. Sie stellen den Energieversorgungs-Unternehmen (EVUs) sowie den Endverbrauchern Echtzeit-Verbrauchsdaten zur Verfügung, damit die Nutzer ihren Verbrauch koordinieren können und eine Fernablesung möglich ist.
Alles, was der Elektronikentwickler braucht
Power of Electronics am 11. und 12. September 2024 in Würzburg
(Bild: VCG)
Das Elektronikevent für Entwickler und Ingenieure bündelt fünf Spezialkonferenzen, die sich angefangen von der effizienten Stromversorgung über die intelligente Nutzung von elektrischer Leistung, effektiver Elektronikkühlung, neuester Relaistechnik, bis hin zur geordneten Abführung der überschüssigen Energie erstrecken. Buchen Sie ein Ticket und erhalten Sie die Möglichkeit, die Vorträge aller sechs Veranstaltungen zu besuchen.
Die meisten Smart Meter kommunizieren drahtlos [7] entweder per Wireless M-Bus oder ZigBee oder aber über das Mobilfunknetz (GSM, LTE cat NB1- NB2, 2G/3G/5G). Ein smarter Stromzähler enthält einen Funksender, der meist zusammen mit der Energiezählerplatine in einem Gehäuse untergebracht ist (Bild 1). Wichtig ist hier das Minimieren der abgestrahlten Störgrößen aus der Messschaltung, um die meist mit Frequenzen von beispielsweise 800, 900, 1.800, 2.100 oder 2.700 MHz arbeitende Funk-Kommunikation nicht zu stören.
Überdies muss die Messschaltung ihrerseits beständig gegen eingestrahlte Energie aus der drahtlosen Kommunikation sein, damit es zu keiner fehlerhaften Rechnungsstellung kommt, wenn Störgrößen in das empfindliche, zur Energiemessung dienende Frontend einstrahlen.
Der vorliegende Beitrag erläutert die Quellen elektromagnetischer, insbesondere abgestrahlter Störgrößen und stellt einige Techniken zur EMI-Minimierung bei analogen Signalketten vor – darunter detaillierte Layoutbeispiele und Messergebnisse.
Quellen leitungsgeführter und abgestrahlter Störbeeinflussungen
Elektromagnetisch verträglich ist ein elektrisches System, wenn es in der Gegenwart elektromagnetischer Störgrößen einwandfrei funktioniert und seinerseits keine Störgrößen, die die Grenzwerte der einschlägigen Norm übersteigen, an die Umgebung abgibt [1].
Elektromagnetische Störgrößen können entweder abgestrahlt oder leitungsgeführt sein. Im ersten Fall pflanzen sie sich in Form von Funkwellen fort und werden auch als Funkstörungen bezeichnet. Bei leitungsgeführten Störgrößen handelt es sich dagegen um magnetische Felder, die durch Ströme in Signal- oder Stromversorgungskabeln hervorgerufen werden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
In dem vorliegenden Artikel geht es hauptsächlich um das Minimieren abgestrahlter Störgrößen. Auf einer Leiterplatte oder in einer darauf befindlichen integrierten Schaltung kommen primär die folgenden Quellen abgestrahlter Störgrößen zum Tragen:
Geschaltete Signale (z. B. Taktsignale) mit steilen Spannungsflanken beim Wechsel des digitalen Zustands. Ursächlich sind die hochfrequenten Komponenten der Signale. Schalt- und Taktsignale sind entscheidend zum Synchronisieren verschiedener Funktionsabschnitte in einem oder mehreren ICs.
Schaltregler und andere Komponenten, die schnelle Änderungen der Stromstärke in Stromversorgungs-Leitungen bewirken.
I/O-Puffer insbesondere für USB, HDMI oder Ethernet, bedingt durch die dabei auftretenden steilen Signalflanken.
Oberschwingungen infolge des nichtlinearen Verhaltens interner Schaltungen von ICs bei Frequenzen oberhalb der Grundschwingung.
Parasitäre Kapazitäten, Induktivitäten und Widerstände in den Verbindungen und Strukturen von ICs.
ESD-Ereignisse (elektrostatische Entladungen), die zum Ansprechen von ESD-Schutzschaltungen führen.
In Bild 2 ist der galvanisch isolierte A/D-Wandler (ADC) des Typs AMC131M03 zu sehen [8], mit einer Kennzeichnung der wichtigsten, aus seiner internen Architektur und den Verbindungen auf der Leiterplatte resultierenden Quellen abgestrahlter Störgrößen. Der ADC wird in einer Dreiphasen-Energiezähleranwendung eingesetzt, wobei Bild 2 nur die Schaltungen für eine der drei Phasen (Phase A) zeigt. Die Signalkette soll Spannungs- und Strom-Messwerte zur Energieüberwachung liefern [8]. Kanal 0 des ADC misst deshalb mithilfe eines Shunt-Widerstands den Phasenstrom, Kanal 1 dagegen über einen Widerstandsteiler die Phasenspannung [8].
Die bedeutendste Störquelle ist der interne getaktete Gleichspannungswandler (in Bild 2 mit a bezeichnet), der die isolierte Stromversorgung für die Hochvolt-Seite erzeugt. Die zweitwichtigste Quelle abgestrahlter Störgrößen ist die Digitalisolation (in Bild 2 mit b bezeichnet), da diese mithilfe hochfrequenter Ein-Aus-Tastung über eine Stacked-Capacitor-Barriere implementiert ist [8, 9]. Zusätzlich emittieren Taktsignale Abstrahlungen in einem weiten Frequenzbereich. Beispiele sind der ADC-Modulatortakt CLKIN(c in Bild 2) sowie die digitale Kommunikationsschnittstelle zwischen ADC und Mikrocontroller (d in Bild 2).
Neun Techniken zur EMI-Minimierung
Für die EMI-Minimierung gibt es eine ganze Reihe gängiger Techniken [1, 10 und 11]: Dazu zählen die Masseverbindung, Platzierung der Bauelemente, Leiterbahnen, Entkoppel-Kondensatoren, Impedanzkontrolle, Schirmung, Filter, Lagenaufbau und Oberschwingungen.
Ordnungsgemäße Masseverbindung: Dies ist eine der wirksamsten Möglichkeiten zur Eindämmung abgestrahlter Störgrößen. Sorgfältig platzierte Masseverbindungen können das Entstehen von Masseschleifen verhindern, die wie Antennen wirken können. Masseflächen können außerdem dazu beitragen, die von Schleifen umschlossenen Flächen zu verkleinern, einen Rücklaufweg für Signale zu bieten und das EMI-Risiko zu senken. In anderen Fällen allerdings können Masseflächen an empfindlichen Knoten wie Antennen wirken und die abgestrahlten Störgrößen dadurch sogar erhöhen (siehe das Beispiel in Bild 5).
Platzierung der Bauelemente: Besonders bei hochfrequenten Signalen sollten die Bauelemente so angeordnet werden, dass die Signal-Leiterbahnen möglichst kurz sind. Digitale und analoge Bauteile sind außerdem so zu separieren, dass Störbeeinflussungen zu vermieden werden.
Verwendung möglichst gerader und kurzer Leiterbahnen: Das EMI-Risiko lässt sich minimieren, wenn Leiterbahnen für hochfrequente Signale vorzugsweise gerade und kurz angelegt werden. Rechte Winkel sollten vermieden werden, da sie Reflexionen und Signalverluste verursachen können.
Verwendung von Entkoppel-Kondensatoren: Entkopplungs-Kondensatoren, die hochfrequenten Störgrößen einen kurzen Weg zur Masse bieten, sollten möglichst nah an den Stromversorgungs-Pins der ICs platziert werden.
Impedanzkontrolle: Durch Kontrollieren der Impedanz von Signalleiterbahnen kann die Impedanz von Quelle und Last angepasst werden und damit zur Vermeidung von Signalreflexionen beitragen, die abgestrahlte Störgrößen verursachen können.
Schirmung: Gelegentlich können metallische Abschirmungen oder Abschirmmaterial an bestimmten Bereichen einer Leiterplatte das Abstrahlen von Störgrößen verhindern.
Verwenden von Filtern: Filter können bestimmte Frequenzen, die zur Abstrahlung von Störgrößen führen, blockieren, und sind insbesondere bei Stromversorgungs-Schaltungen sinnvoll.
Beachtung des Lagenaufbaus: Bei mehrlagigen Leiterplatten sollten die Lagen EMI-minimierend angeordnet sein. Günstig ist generell die abwechselnde Anordnung von Stromversorgungs- und Masselagen, um Schleifenflächen zu verkleinern und den Signalen Rücklaufwege zu bieten. Masseflächen auf der obersten und untersten Lage können als abschirmendes Feld für die inneren Signallagen (z. B. Takte) dienen, die abgestrahlte Störgrößen erzeugen.
Unterdrückung von Takt-Oberschwingungen: Taktsignale erzeugen möglicherweise Oberschwingungen, die andere Schaltungsteile beeinflussen können. Spread-Spectrum-Verfahren können hier dazu beitragen, diese Oberschwingungen zu verteilen und ihre Auswirkungen einzudämmen.
Bild 3 zeigt ein detailliertes Schaltbild der in Bild 2 vorgestellten analogen Signalkette.
Gute und schlechte Leiterplatten-Layouts
Die Bilder 4 und 5 verdeutlichen am Leiterplatten-Layout für den AMC131M03 die Anwendung von Techniken zur Eindämmung abgestrahlter Störgrößen. Bild 4 zeigt ein „gutes“ Layout mit kurzen Leiterbahnen für die ADC-Eingänge und die Stromversorgung im Hochvolt-Teil (links vom AMC131M03). Außerdem wurden die Entkoppel-Kondensatoren C1, C6, C8, C9, C11, C13, C14 und C24 nah am IC platziert.
Ein wichtiger Aspekt bei der EMI-Eindämmung ist die Masseverbindung des isolierten Masseknotens ISOGND. Durch Minimierung der Leiterbahnlängen und die Vermeidung einer Massefläche im Hochvolt-Bereich wird die Antenne an diesem Knoten auf ein Mindestmaß verkleinert, was die abgestrahlten Störgrößen minimiert [14]. Zum Blockieren hochfrequenter Störgrößen wurden die Ferritperlen F1 und F2 in die Stromversorgungs-Leitungen DCDCOUT und DCDCHGND eingefügt. Ebenso kann in Reihe mit dem zur Spannungsmessung dienenden Widerstandsteiler eine zusätzliche Ferritperle (F3) platziert werden, die bei der Frequenz, bei der die abgestrahlten Störgrößen besonders stark sind, eine hohe Impedanz aufweist. Die Höhe dieser Frequenz ist vom Leiterplatten-Layout abhängig.
Ein „schlechtes“ Layout ist dagegen in Bild 5 zu sehen. Die mit dem Knoten ISOGND verbundene Massefläche wirkt als Antenne und kann die abgestrahlten Störgrößen deutlich intensivieren [14].
Die Bilder 6 und 7 geben die gemessenen abgestrahlten Störgrößen der AMC131M03-Leiterplatte mit dem guten Layout aus Bild 4 wieder. Die Messungen wurden gemäß CISPR 11 in einer semi-reflexionsfreien Kammer unter Verwendung einer für horizontale bzw. vertikale Polarisation konfigurierten Breitbandantenne im Abstand von 3 m vorgenommen. Der ADC empfängt dabei an CLKIN ein kontinuierliches Taktsignal und erzeugt Umwandlungsergebnisse, allerdings erfolgt während der Aufzeichnung der Abstrahlungsprofile keine SPI-Kommunikation. Das Design erfüllt die Anforderungen der Norm CISPR 11 Klasse A und B mit einer Reserve von 13 dB und bietet damit die geringsten abgestrahlten Störgrößen für einen ADC mit verstärkter Isolation für Daten und Stromversorgung.
Fazit: Elektronische Schaltungen müssen vor elektromagnetischen Störgrößen geschützt werden, damit sie wie vorgesehen funktionieren. Ebenso dürfen die Schaltungen selbst keine Störgrößen emittieren, die die Leistungsfähigkeit anderer Systeme gefährden oder beeinträchtigen können. Zur Einhaltung der EMV-Normen muss sich der Schutz vor elektromagnetischen Störgrößen über vier Ebenen erstrecken: die Bauteil-Ebene, die Leiterplatten-Ebene, die System-Ebene und das übergeordnete System [15].
Die in diesem Artikel beschriebenen Techniken minimieren die elektromagnetischen Störgrößen auf der Ebene des Leiterplattendesigns und lassen sich einfach auf ein praktisches Beispiel anwenden, nämlich eine klassenbeste Präzisions-ADC-Signalkette mit verstärkter Isolation [16] für den Einsatz in Stromzählern. Wird das Design sorgfältig und mit den vorgeschlagenen Techniken zur EMI-Reduzierung erstellt, werden die einschlägigen EMV-Normen mit ausreichend Reserven eingehalten [17]. (kr)
1. Ott, Henry W. 2009. “Electromagnetic Compatibility Engineering.” Hoboken, New Jersey: John Wiley & Sons.
2. Part 15 – Radio Frequency Devices. FCC Title 47, Chapter I, Subchapter A. FCC: Washington, D.C., Jan. 11, 2024.
3. American National Standard for Methods of Measurement of Radio-Noise Emissions from Low-Voltage Electrical and Electronic Equipment in the Range of 9 kHz to 40 GHz. IEEE C63.4-2009. Piscataway, New Jersey, Sept. 15, 2009.
4. Directive 2004/108/EC of the European Parliament and of the Council of 15 December 2004 on the Approximation of the Laws of the Member States Relating to Electromagnetic Compatibility and Repealing Directive 89/336/EEC. Official Journal of the European Union. Brussels, Belgium, Dec. 31, 2004.
5. Texas Instruments: An Overview of Conducted EMI Specifications for Power Supplies.