Diese Netztechnologien prägen die Smart Cities

| Autor / Redakteur: Michael Demel, Wicki Winzer * / Margit Kuther

Vernetzung im IoT: In den smart Cities werden je nach Anwendung unterschiedliche Funktechnologien eingesetzt
Vernetzung im IoT: In den smart Cities werden je nach Anwendung unterschiedliche Funktechnologien eingesetzt (Bild: Clipdealer A59063953)

Autonome Smart Devices, oft eingesetzt an schwer zugänglichen oder entlegenen Orten, zeigen die Grenzen aktueller Funktechnologien. Doch es stehen Lösungen bereit.

Während der Markt für netzwerkfähige Geräte wächst, ist abzusehen, dass für viele mobile IoT-Use-Cases die existierenden zellularen Netzwerke nicht geeignet sind. Die Gründe dafür sind Abdeckung, Akkulaufzeit und Gerätekosten.

Bestehende Mobilfunknetze wie UMTS und LTE bieten in erschlossenen Märkten bereits eine sehr gute Flächendeckung. Jedoch befinden sich viele potenzielle verbundene Objekte in abgelegenen Gebieten, weit entfernt von der nächsten Mobilfunk-Basisstation.

Wenn es eine Abdeckung gibt, ist sie oft sehr schwach. Eine erhöhte Sendeleistung und Empfangsempfindlichkeit der Geräte kann dies zwar kompensieren – bei erhöhtem Energiebedarf und somit verkürzten Batterielaufzeiten.

Darüber hinaus sind zellulare Netzwerke nicht für Anwendungen optimiert, die nur gelegentlich kleine Datenmengen übertragen. Eine Batterielebensdauer von bis zu zehn Jahren, kombiniert mit einem kostengünstigen Gerät, kann auf bestehenden breitbandigen zellularen Standards nicht realisiert werden, da sie die erforderlichen Energiesparmechanismen nicht unterstützen.

Der dritte Aspekt der Gerätekosten – mobile Geräte, die auf 2G (GSM), 3G und 4G (LTE) arbeiten, sind für eine Vielzahl von Diensten konzipiert, einschließlich mobiler Sprach-, Messaging- und Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung. Diese Funktionen sind nur durch komplexe Multimode Chipsets möglich.

All dies sind genügend Gründe, um eine klare Zielrichtung der 3rd Generation Partnership Project (3GPP) zu erarbeiten – für eine standardisierte Low-Power-Wide Area-Technologie. (3GPP ist das Standardisierungsgremium für 2G/3G, LTE sowie 5G Mobilfunk Systeme unter der ITU.)

Aktuelle Technologien sind nicht standardisiert

Der LPWA-Markt existiert bereits seit etwa zehn Jahren, und ist damit an sich nichts Neues. Die derzeitigen Technologien wie Z-WAVE, ZigBee, 868 MHz und KNX Wireless, die diesen Markt unterstützen, sind zersplittert und nicht standardisiert. Daher bestehen Defizite wie schlechte Zuverlässigkeit, mangelhafte Sicherheit oder hohe Betriebs- und Wartungskosten.

Darüber hinaus ist die neue Overlay-Netzwerk-Implementierung komplex.

Beim Internet of Things (IoT) oder besser Internet of Everything (IoE) geht es darum, Dinge in das Internet zu bringen, deren Anbindung bisher zu aufwendig und zu teuer war. Abgelegene Maschinen wie Brunnenpumpen, Wasserzähler oder auch mobile Anwendungen von Maschinen und Fahrzeugen oder etwa auch der Gesundheitsbereich/Healthcare sind die Wunschkandidaten der Vernetzung. Vorzugshalber setzt man hier auf Funk, da kabelgebundene Lösungen zu komplex beziehungsweise zu teuer wären.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44805753 / Kommunikation)